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Dienstag, 4. Juni 2019

Berlin

Jesse, wir wollten nur allein mit dir nach Berlin: 2014. Es war alles geplant, nur Viannes Rezidiv nicht... Wie verständig und selbstverständlich du es akzeptiert hast, dass wir nicht fahren konnten. Jetzt haben wir die Reise nach Berlin gemacht mit dir und Opa im Herzen. Oh, wie hätte dir diese pulsierende kreaktive Stadt gefallen....so viel Leben abseits der Norm, ein Energieboost, alternativ und schnoddrig gegen lieblich und sympathisch, und dabei eine Metropole mit all ihren düsteren Seiten - und ganz viel grün. Wer hätte das gedacht: Berlin ist grün! Wieland, unser Fahrrad-Guide, hat uns die versteckten Ecken gezeigt - und natürlich die Highlights. Und ein Besuch von Andrés Lieblings-Currywurstbude durfte natürlich auch nicht fehlen. Eigentlich hatten wir nur eine dreieinhalb Stunden Privattour gebucht. Aber irgendwie waren Wieland - ein waschechter Berliner Jung, der im Osten großgeworden ist und mit 20 Jahren den Mauerfall hautnah miterlebt hat - und wir auf einer Wellenlänge, so dass wir locker-flockige siebeneinhalb Stunden mit dem Rad Berlin erFAHREN haben. Danke Wieland! Du konntest Ada und Luke gut erreichen und hast die Dinge auch sozialkritisch beleuchtet. Anschließend haben wir bestens in einem afrikanischen Restaurant gespeist. Wieland hatte Recht: man kann sich in Berlin einmal um die ganze Welt fressen.

Unsere Unterkunft: Gästehaus der Familie Adlon

 - Potsdam
früher


direkt am Lehnitzsee/ Potsdam

mitten in Berlin












 
Ich weiß, dass dir Berlin gefallen hätte, Jesse. Ich war das letzte Mal Mitte der 80er Jahre zum Deutschen Turnfest dort, zu Zeiten, als Berlin noch eine geteilte Stadt war. In späteren Jahren habe ich immer behauptet, dass mich Berlin absolut überfordern würde und ich im Gegensatz zu so vielen anderen fest davon überzeugt bin, dass Berlin mich nicht packen könnte. Ich dachte immer, ich wäre mehr "München". Deshalb bin ich mit einer gehörigen Portion Respekt im Gepäck Richtung Berlin aufgebrochen. Und was macht Berlin mit mir? Es erstaunt mich, es begeistert mich mit seiner Buntheit und Schäbigkeit, es wirkt wie ein Kunstwerk mit schrecklich verrutschten Pinselstrichen auf mich, das man wegen seiner Andersanrtigkeit und Unverfälschtheit einfach nur lieben muss. Ich bin verliebt... in Berlin... immer in dem Wissen, Jesse, dass du ebenso begeistert gewesen wärest. Lebendig habe ich mich dort gefühlt, mein Großer. In meinen Sehnsuchtsbildern sehe ich uns beide nebeneinander am Spreeufer hocken und heiß debattieren, wobei du mich mit einer gehörigen Portion Ironie überschüttest, die ich so sehr an dir liebe. Ich sehe uns auf einem alten Wehrturm stehen und inbrünstig und sozialkritisch diskutieren, bis die verbalen Fetzen fliegen. In Berlin habe ich mich so wahnsinnig lebendig gefühlt, wie schon lange nicht mehr. Vielleicht weil diese Stadt ebenso schön kaputt ist wie ich und trotzdem handlungs- und beschlussfähig?  Kannst du eigentlich annähernd ermessen, wie sehr mir der Austausch mit dir fehlt???? Noch immer muss ich dich und deinen Tod aus meinem Leben verdrängen, um auch nur ansatzweise leben zu können. Ich bin bei dir noch lange nicht so weit. Du bist für mich Feingeist, Revoluzzer, Herz und Chaos in Einem.
Vor einem halben Jahr, bei der Auswahl von Adas weiterführender Schule, habe ich den Infoabend eines Schwerter Gymnasiums besucht. Eine Oberstüfenschülerin stand auf der Bühne und hat gesungen. Ich war wie paralysiert. Sofort hatte ich den 11. September 2015 im Kopf. Du bist nachmittags zur Tennisfahrt aufgebrochen, während ich mit Luke und Ada das MGI-Fest besucht habe: Tao hat gesungen, während du deine letzten Stunden bei Bewusstsein verbracht hast. Danach bist du nie wieder aufgewacht... Inmitten der eifrigen zukünftigen Fünftklässler-Elternschaft rannen mir stille Tränen über mein Gesicht.
Erst heute Morgen, auf der Fahrt Richtung Essen, fühlte sich dein Verlust wieder so unwirklich an - nach vier Jahren! Noch immer erfasst das Herz nicht, was der Geist schon lange weiß. Gestern Abend habe ich dich das erste Mal auf einem Video entdeckt, das ich von Vianne gemacht habe. Ich hatte mir dieses Video zuvor schon etliche Male angeschaut, doch entdecken durfte ich dich erst gestern. Du hast dich im Hintergrund bewegt. Es ist schön, dass du hin und wieder auftauchst, wenn ich mich am Stärksten nach dir sehne und dich am Wenigsten erwarte. Bis bald!

Montag, 18. März 2019

Dejà vu

Wieder einmal stehe ich auf der Intensivstation, Geräte piepsen und surren, Monitore zeigen Kurven und Zahlen. Infusionsschläuche und Kabel überall, Schwestern und Pfleger eilen durch den Hauptgang und schwenken rechts und links in die Zimmer ein, Angehörige warten besorgt-geduldig im Vorraum mit Bitte auf Einlass. Es riecht überall nach Desinfektionsmitteln und einem Hauch Urin, es riecht nach Mensch, nicht überdeckt von Parfümdüften und Rasierwasser, sondern unverfälscht nach Mensch in all seiner Geruchsvielfalt. Mein Blick hängt an der Sauerstoffsättigung. Ich muss mich zwingen, nicht ständig auf die Werte zu starren, sondern den Blick auf den vertrauten Menschen vor mir im Bett zu richten, dessen Brustkorb  künstlich von der Beatmungsmaschine aufgepumpt wird, und wieder in sich zusammenfällt - auf und nieder, im elenden gleichbleibenden stoischen Rhythmus. Doch nicht du liegst dort, sondern dein Opa - ebenfalls mit einer schweren Lungenentzündung. Welch Perversion des Schicksals... Ich muss mehrmals blinzeln, um einen klaren Blick zu bekommen, denn im ersten Moment sehe ich dich dort liegen, die Erinnerung vermischt sich mit der Realität, die Bilder switchen hin und her und verweben sich zu einem filigranen Teppich aus Vergangenheit und Gegenwart. Ich muss schlucken, während mich kurzzeitig eine tiefe Verzweiflung überfällt. Es wiederholt sich. Ich muss gut auf mich Acht geben, um keine Re-Traumatisierung auszulösen. Doch nach einiger Zeit kann ich beides gut trennen, denn auch wenn vor mir ein weiterer geliebter Mensch im Sterben liegt, so ist es dieses Mal anders. Auch wenn ich mir noch weitere Lebensjahre mit meinem Papa gewünscht hätte, in denen ich noch so viel von ihm hätte abschauen können, so fällt mir der Abschied zwar nicht leicht, aber etwas leichter, denn dieser Mensch durfte - im Gegensatz zu dir - sein Leben leben - in ganzer Bandbreite. Ich stelle mir gerade vor, wie ihr beide nun wieder zusammen Schach spielen könnt - ein schönes Bild. Erst letztens hat Luke seinen Opa das 1. Mal im Schachspiel geschlagen - und das will schon etwas heißen. 



Die feinen Verästelungen zwischen deinen Geschwistern und dir bestehen weiterhin: Ada folgt im Sommer ans MGI, Luke schnappt sich zwischendurch dein Skateboard (mittlerweile kann ich es zulassen)  und versucht sich an diversen Tricks. Beide, Ada und Luke, fahren im Mai gemeinsam auf Kolping-Pfingstfreizeit. Du warst Lukes Fundament, das so gnadenlos weggebrochen ist. Aber er geht seinen Weg - er ist stark, auch wenn er sich ohne dich irgendwie haltlos fühlt. Ich kann ihn so gut verstehen. Auf meine Frage, was er am meisten an dir vermisst, antwortet er: "Einfach Jesse, alles an ihm!". Einfach dich, Jesse, in deiner ganzen Persönblichkeit! 
Erst vor wenigen Monaten hat mir Johanna das kaputte Kettenglied von dem Mountainbike geschenkt, mit dem du vom Monte Baldo abgefahren bist. Ich hatte es immer im Münzfach meines Portemonnaies bei mir getragen. Mit Schrecken musste ich kürzlich feststellen, dass ich es verloren habe. Scheiße. Es ist nur ein Kettenglied - und doch ist es so viel für mich. Ich könnte mich in den Hintern beißen, denn ich meine noch gehört zu haben, wie irgendetwas beim Öffnen des Münzfaches auf den Boden gefallen ist, ich aber mal wieder in Eile gewesen und davon ausgegangen war, dass es sich lediglich um ein Cent-Stück gehandelt hätte und ich deswegen nur kurz halbherzig auf dem Boden nachgesehen habe. Dieses Abhetzen durchs Leben ist nicht gut und muss aufhören. 
In unserem Alltag bist du noch immer präsent, Jesse. Besonders schön finde ich es, wenn Ada und Luke von dir erzählen. Als wir letztens zusammensaßen, meinte Luke, während er sich Weintrauben in den Mund steckte: "Jesse hat mir 'mal von einem Schulkollegen berichtet, der die Weintrauben immer als Ganzes mit einem Schluck Wasser hinuntergespült hat, weil er sie nicht mochte." Wir mussten bei dieser Vorstellung alle schmunzeln.

Sonntag, 23. Dezember 2018

Seltsame Nachrichten

Über deinen Geburtstag war ich zu Viannes Lesung in Wien - und hatte dir gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil deine kleine Schwester an deinem Geburtstag solch großen Raum einnahm. Immer wieder musste ich mir vor Augen halten, dass du diese Lesung unterstützt hättest, dass du mich förmlich dazu angehalten hättest, sie durchzuziehen. So warst du eben. 
Und dann ist noch am selben Tag etwas sehr Seltsames passiert: Als ich abends nach der Lesung völlig ausgepowert, aber erleichtert und zufrieden in mein Hotelbett sank und kurz die Augen geschlossen hielt, konnte ich dich plötzlich ganz klar sehen - nicht dich als Ganzes, nur deine Augen, ganz nah vor meinen Augen, ernst, ruhig und eindringlich dein Blick - so präsent, so echt, so lebendig. Du warst da. Jegliche Traurigkeit (in Verbindung mit dir) löste sich in Sekundenbruchteilen in Nebelschleier auf. Wie in einen glasklaren See tauchte ich ein in deinen Blick. So frisch und frei habe ich mich seit deinem Tod nicht mehr gefühlt. Bis mein Verstand einsetzte, der das alles nicht erfassen konnte. Verwundert riss ich die Augen auf. Und du warst - weg. Hastig schloss ich sie wieder, weil ich sofort wieder zu dir wollte. Erneut schautest du mich an, mit gleicher Intensität und Eindringlichkeit wie zuvor. Und erneut legte sich diese Ruhe und Leichtigkeit über mich. Ich konnte es nicht fassen, öffnete abermals verwundert meine Augen. Danach warst du verschwunden... . Vor Wut hätte ich am liebsten in die Bettdecke gebissen 
Es hört sich so skuril an, davon zu erzählen. Aber es entspricht meiner Wahrnehmung. Ich habe nicht geschlafen und geträumt. Ich war wach - ganz sicher. Am nächsten Tag musste ich mit Schrecken feststellen, dass mein Portemonnaie geklaut worden war. Nur ein einziger Gedanke schoss mir in diesem Moment durch den Kopf: "Halt die Augen offen, Mama - am besten doppelt." War es das, was du mir am Abend zuvor hast sagen wollen? Ich muss über mich selber schmunzeln, während ich das hier niederschreibe. Hört sich in Worte gefasst ziemlich bekloppt an...

So oft bin ich verzweifelt, weil du nicht mehr da bist. Und doch scheinst du in irgendeiner Form dazusein. Was ist Zufall? Was ist Realität? Was ist Einbildung? Was ist sichtbar? Was unsichtbar? 
Wir waren fest entschlossen, in diesem Winter nicht in den Ski-/Snowboardurlaub zu fahren. Wirklich fest entschlossen. Aus reinen Vernunftgründen (wir waren schließlich schon zweimal in diesem Jahr im Winterurlaub), nicht, weil wir keine Lust dazu hätten. Und doch hat diese erwachsene Entscheidung wehgetan, und gerade in den letzten Tagen juckte es mich so dermaßen unter den Füßen, mir endlich die Bretter oder dein Board unterzuschnallen. Und dann bekomme ich vorgestern eine Nachricht von der kleinen, heimeligen Pension im Stubaital, in der wir vor vielen, vielen Jahren einmal gewohnt haben (scheinbar waren wir noch in deren Email-Verteiler) , dass kurzfristig Zimmer freigeworden sind. Zufall? Lenkung? Bestimmung? Normalerweise ist nix Vernünftiges oder Bezahlbares so kurzfristig verfügbar. Der Zeitraum passt perfekt. Der Ort passt perfekt. Mein Bauch (oder mein Herz?) schrie förmlich - entgegen aller Vernunft: "Tut es! Fahrt in die Berge. Los! Sofort anrufen und buchen!" Gesagt - getan... 
Was für wertvolle Erinnerungen haben wir auf dem Stubaitaler Gletscher an dich und Vianne. Ich weiß, dass du dein Board hoch oben auf dem Berg sehen willst - am liebsten im Tiefschnee, abseits der Pisten.  Ok Jesse - abgemacht (und danke!). Wir nehmen dich und Vianne mit hinauf. Fly high! (und lande mit der Nase im Schnee mit mir 😏😆)


Sonntag, 11. November 2018

Nicht einfach "einfach"

Manchmal stelle ich mir vor, dass du plötzlich wieder vor mir stehst, dass du zurückgekommen bist, dass du in  keine Einbahnstraße abgebogen bist... Du bist einfach wieder da... einfach... Wenn einfach so einfach wäre, denn nichts ist einfach, auch nicht nach drei Jahren. Und doch ist manches einfacher. Mir wird einerseits übel, wenn ich merke, dass der Schmerz wandelbar ist. Manchmal bin ich dermaßen geschockt, dass ich "nüchtern" über dich reden kann, ohne in Tränen auszubrechen. Ich bin geschockt darüber, dass ich auf einmal an der Kreuzung, an der du gestanden hast, vorbeifahren kann, ohne trübsinnig zu werden. Ich nehme die Stelle wahr, doch nachdem ich sie x Mal passiert habe, sind nicht mehr so viele Tränen übrig. Die Abstände, in denen mich die Tränen überschwemmen, werden größer. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir gewöhnen uns irgendwann an neue Lebensbedingungen - das sichert unser Überleben. Oder wir gehen unter. Dazwischen gibt es nicht allzu viel. Wir gewöhnen uns einfach an ein Leben ohne dich. So schrecklich dass für mich auch klingt. Aber ich wäre eine Lügnerin, wenn ich nicht sagen würde, dass es so ist. Wieder ein "einfach". Einfach so. Für mich ist es kein einfaches "einfach". Fakt ist: Es ist einfach da, dieses Gewöhnen, dass einerseits wohltuend ist, mich andererseits aber anfrisst. Der Schmerz soll nicht nachlassen. Meine Liebe zu dir lässt doch auch nicht nach. Wie kann das zusammenpassen? Mein Verstand weiß, dass alles seine Richtigkeit hat, dass ich weder die Macht der Gewohnheit noch meine Gefühlswelt anzweifeln darf. Dass mir diese Gemütsruhe zusteht und ich sie genießen soll. Dass es keinen noch so kleinen Zweifel geben darf, dass das "Weiter-Leben" mit all seinen neuen Eindrücken und seiner Bandbreite seine Berechtigung hat und mich durchatmen und zur Ruhe kommen lässt, weil es eben auch den Schmerz lindert. Und dann sehe ich dich plötzlich vor mir in meiner realen Welt und merke, wie ich ins Schleudern gerate, wie meine Hirnströme in Nanosekunden Purzelbäume schlagen, die Synapsen überlasten und kurz vorm Kurzschluss stehen, weil ich dir gar nicht so schnell und lückenlos all das erzählen, begreif-  und erlebbar machen kann, was die letzten drei Jahre in meiner Welt auf dieser Erde ohne dich alles passiert ist. Wie soll ich dir ohne schlechtes Gewissen erklären, dass Luke einfach weiter gewachsen ist? Wie dir Nahe bringen, dass Ada schon nächstes Jahr auf die weiterführende Schule wechselt und du sie nicht auf ihrem Weg begleiten durftest. Wie soll ich es auch nur annährend vor dir rechtfertigen, dass das Leben ohne dich trotzdem abläuft. Wie kann das sein, wo du doch ebenso wie die übrigen Familienmitglieder zu meinem Lebensmittelpunkt gehörst. Nach deinem Kenntnisstand ist Ada eben erst eingeschult werden. Es macht mich irre, wie viel sich zwischenzeitlich verändert und ereignet hat. OHNE dass DU teilhaben konntest, ohne dass du traurige und lustig-belebende, spannende Momente hautnah spüren konntest. Du kannst nicht Adas glänzende Augen beim Volleyballspielen sehen.... Du weißt nicht, dass ich seit rund drei Jahren am Protonentherapiezentrum tätig bin, weißt nicht, dass Fynn Medizin studiert und Kai sein Abi in der Tasche hat. Du durftest nie Saskias und Hagens süße kleine Tochter kennenlernen... Es ist so viel Neues passiert. Wo soll ich anfangen, wenn du jetzt vor mir stehen würdest, beraubt an eigenen Erlebnissen. Das Leben reißt uns immer weiter mit sich (und somit von dir) fort... es werden neue Dinge geschehen, die unser Hirn fluten. Ich habe Angst, dass Gedanken (nicht Empfindungen, aber doch Erinnerungen) an dich fortgespült und überlagert werden.
Okay, die Flaute scheint vorbei und Wind zieht auf, während ich ebendiese Worte schreibe... Ich brauche den Wind, obwohl ich weiß, dass anhaltende Unwetter und stürmische Böen auf Dauer Segel und Takellage schwächen und den Rumpf strapazieren. Aber so ein bisschen Wind treibt mich voran.
Wir werden am Mittwoch unseren Touran abgeben und neben der Vorfreude auf das neue Auto zieht sich mir der Magen zusammen. Du bist auf dem Weilandtshof mit dem Touran eigenständig gefahren, während ich leicht grundnervös auf dem Beifahrersitz saß. Du hast auf dem Privatgrundstück ausgetestet, wie es sich anfühlt, selbst hinter dem Steuer zu sitzen und einen PKW zu lenken, Runde um Runde. Ich weiß noch, wie stolz und begeistert du warst, dass es auf Anhieb gut geklappt hat. Ich habe das Gefühl, dass sich die Welt, die ich mit dir verbinde, immer mehr auflöst. Wieviel bleibt noch von dir in ihr übrig? Den Bulli, bei dem du Micha emsig beim Innenausbau mitgeholfen hast und mit dem wir so oft als Familie unterwegs waren, ist schon geraumer Zeit verkauft. Es fällt mir schwer, Dinge oder Gegenstände abzugeben, die mit dir in Erinnerung stehen. Und doch bist du noch ganz viel da: in uns allen, in unseren Gedanken und ganz fest in unseren Herzen. Letztens hat Luke sich dein Leokostüm geschnappt und ist damit durch Hennen gezogen. Eine Freundin hat ihn  gesehen und im ersten Moment gedacht, dass du es bist. Am 18. September, einen Tag nach meinem letzten Blogeintrag und deinem Todestag, haben wir uns wieder mit einigen deiner Freunden an altbekannter Stelle am Seilersee getroffen und gemeinsam auf dich angestoßen, Geschichten erzählt und interessiert gelauscht, welche Wege deine Freunde nach dem Abitur eingeschlagen haben. 
 
Fynn hat uns anvertraut, was aus deinem roten Lieblingspulli geworden ist, den er sich im Andenken an dich aus deinen Sachen ausgesucht hat. Großartig, Jesse! Es hätte dir gefallen...
Von deinem Geburtstag berichte ich beim nächsten Mal.

Montag, 17. September 2018

Wir sehen uns im Pink Flamingo!

Darf ich schreiben, dass mein Herz blutet? Du würdest mich lauthals-lachend wegen dieser Formulierung aufziehen und dich schrecklich lustig machen über mich. 

Und dann, während mir gerade die Tränen über das Gesicht laufen, kommt deine kleine kichernde Schwester vorüber und fordert zappelig "ihre" Harry-Potter-Vorlesegeschichte und stillt für einen Minimoment diese Herzblutung. Und als sie mir dann noch verschmitzt entgegenwirft: "Ich glaube,ich brauche einen Anschnallgurt", weil sie wieder mega-zappelig durchs Bett wuselt, muss ich herzhaft lachen. Du hättest sie daraufhin durchgekitzelt und von mir einen strengen Blick geerntet, weil sie doch eigentlich zur Ruhe kommen soll. Ich vermisse dich. Wir vermissen dich. Wo ist dein Herzschlag....?
Der Tag wollte nicht beginnen. Wirklich. Wecker 1 war auf 5:40 Uhr und Wecker 2 auf 6:10 (last chance) gestellt. Meine innere Uhr hat mich rechtzeitig geweckt, nicht aber dieser Wecker. Er funktionierte nicht. Warum? Weil die Datumsanzeige noch immer auf Sonntag stand. Ich habe keine Erklärung dafür. Das ist noch nie passiert. Dieser neue Tag, dieser schreckliche 17. September, sollte wohl nicht beginnen. Um dich zu erhalten, würde ich immer und immer wieder auf dem 16. stehenbleiben. Sogar der Wecker hat sich geweigert, diesen Tag einzuläuten... Jesse! Wir konnten uns nicht verabschieden. Verdammt. Ich bin noch immer so voller Worte für dich. Wir beide lieben Worte - Wortspiele - Wortabwandlungen. Deine verbale Herausforderung fehlt mir. Wir hätten uns über Sigmund Freud unterhalten können. Mit dir wäre ich am Wochenende in den Hambacher Forst gefahren. "Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand." Ich habe heute auf der Rückfahrt aus Essen Neonschwarz gehört - eine deiner Lieblingsbands. Sehr geile Texte, mein Großer: "Das Herz schlägt links, meine Seele liegt zentral....". Ich kann das so vertreten, weil du der gewaltfreie Gegner gewesen wärest. Ich bin so stolz auf dich, auf deine Persönlichkeit, deinen Geist. 
Es sind die kleinen Gesten, die mich lebendig halten. Johanna hat mir ein ganz persönliches Geschenk gemacht. Wie sehr du ihr Essen und ihre Gastfreundschaft geliebt hast.... Es ist Sommer 2014. Vianne hat ihr verdammtes 1. Scheiß-Rezidiv. Kurz nach der OP fahren wir nach Cuxhaven in die Elternwohnung der Elternini für leukämie- und tumorerkrankte Kinder Dortmund. Du bist 14 Jahre alt und jeder kann nachvollziehen, dass dich Cuxhaven nicht triggert. Und dann bekommst du das Angebot von Johanna und Familie, zusammen mit Kai zum Gardasee zu fahren. Natürlich darfst du. Ihr surft und seid mega aktiv. Mit der Gondel fahrt ihr mit den Bikes auf den Monte Baldo, um wieder abzufahren. Unterwegs reißt deine Kette, aber ihr bekommt auf einer Berghütte Hilfe. 





Und vor wenigen Tagen händigt mir Johanna das herausgenommene  Kettenglied aus... Danke Johanna! Von Herzen. Ich weiß, dass du es berührt hast. Das Kettenglied verbindet uns, Jesse.... ich bin so voller Liebe zu dir. Hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich für dich gestorben.  Du bist so wertvoll - für mich, für uns. Du hättest diese Welt verändert. Welch Verschwendung von Geist, Impuls und Lebendigkeit....
Gestern Abend ist dein "Erinnerungsbaum" herabgekracht, den wir auf deiner "Do you remember-Party" erschaffen haben. Einfach so. Ohne Windstoß - was sonst schon mal passiert ist. Ich bin in Tränen ausgebrochen. Etliche bunte Zuckerperlen aus der "Liebesperlen-Flasche" kullerten über den Boden... 

Sie liegen noch immer dort. Ich hatte nicht die Kraft, sie wegzukehren. Was sollte das? Wolltest du mir sagen, dass alles zusammenbricht, wenn ich so weitermache? Wolltest du mich lautstark wachrütteln? Oder hat es gar nichts zu bedeuten und ich bin so verzweifelt, dass ich irgendetwas in erklärbare Dinge interpretiere? Ich brauche Antworten und weiß zugleich, dass ich sie wahrscheinlich niemals bekommen werde...
Auch Carl stirbt heute. Du hast ihn nie kennengelernt. Aber du hättest ihn gemocht. Ich habe ihn am WPE begleitet und seine Mama ist mir eine wertvolle Freundin geworden. Welch seltsame Verknüpfung. Und dann ist da Andi. Am Tag deines Unfalls - ich hatte ihn irgendwie weit von mir gewiesen - erzählt mir meine Schwester abends (sie hat sich an diesem Tag um Ada gekümmert, weil ich lange gearbeitet habe), dass sie beim Kastaniensammeln mit Ada auf einen kleinen Jungen namens Jesse getroffen ist... Jesse, Ada und Andi haben zusammen Kastanien aufgelesen. 
Jesse! Du hast wahnsinnig tiefsinnige und herzensgute Freunde... Du lebst in ihnen weiter. Alisa und Theresa haben uns besucht, Fynn war da, Tao hat sich gemeldet und Jolie hat uns besucht. Es ist so belebend, sie alle zu sehen und ihren Lebensweg etwas begleiten zu dürfen. An euch alle! Wir sind immer für euch da und ihr seid jederzeit herzlich willkommen - ebenso wie Jesse euch jederzeit herzlich willkommen geheißen hätte. 
Erst im Laufe des Tages habe ich Ada und Luke beiseite genommen und ihnen gesagt, dass du heute vor drei Jahren gestorben bist. Es ist für mich noch immer nicht greifbar, nicht fassbar, nicht erfassbar... Die beiden haben sofort reagiert: Ada hat dir ein wunderschönes Bild auf Leinwand gemalt - die Farben hätten dir gefallen. Luke hat dir sein Fahrrad (en miniature) geschenkt - er ist solch ein Dirtbike-Fan und du wärest voller Stolz, ihn über die Hügel fliegen zu sehen... 







 Das ist von mir... für dich... Neonschwarz - Fliegende Fische: "Das Herz schlägt links und meine Seele liegt zentral...."



Letztens kam Luke zu mir und fragte mich, wie teuer ein Skateboard sei und ob er deines einmal ausprobieren dürfe. Ich konnte mich nicht dazu durchringen - Scheiße! Ich will nicht, dass es kaputt geht. Oh nein... er ist dir in vielen Dingen so ähnlich... Als ich ihn kürzlich zum Bus für seinen Spanien-Urlaub gebracht habe, bin ich innerlich so aufgewühlt gewesen. Niemand hat es gemerkt... Als ich dich das letzte Mal verabschiedet habe, bist du nicht wiedergekommen. Er wird nächstes Jahr 15 und ich habe eine Scheiß-Angst... Wir konnten dich nicht schützen... ich hasse diese Machtlosigkeit. Wir werden auch ihn nicht schützen können. Sicherheit ist subjektiv... Wir haben jedwede Wahrscheinlichkeitsrechnung geprengt...
Jesse! Wir sehen uns im Pink Flamingo! Es wird Zeit für eine Erklärung.  Du warst noch klein. Vielleicht in der 3. Klasse der Grundschule. Dein Ziel: Das Gymnasium. Aber du hattest auch einen Plan B. Ganz verschmitzt grinsend hast du uns damals auf den Weg nach Orlando folgendes eröffnet: "Mama, wenn es mit dem Gymnasium nicht klappen sollte, dann werde ich der beste Burger-Brater der Welt. Edel-Burger! Ich mache ganz viele Läden auf und kann jeden Tag Burger futtern und werde verdammt reich und erfolgreich und meine Burger werden die besten auf der ganzen Welt sein. Ich weiß auch schon, wie mein Laden heißen soll: Pink Flamingo!" 




Deine Hinterfragung des Kapitalismus kam erst später😉
Wir sehen uns im Pink Flamingo! Fly high!

Dienstag, 11. September 2018

Vom Abstürzen

In den letzten Tagen und insbesondere heute habe ich mich so sehr in die Arbeit gestürzt, dass mir bis vor wenigen Stunden gar nicht bewusst war, was heute für ein Tag ist. Heute vor drei Jahren habe ich dich das letzte Mal gesprochen. Ich habe mich von dir verabschiedet - es sollte nur ein Abschied für zwei Tage, bis Sonntag werden, nicht für immer. Montags solltest du deine erste Bio-LK-Klausur schreiben. Du warst vorbereitet. Verdammt, ich erinnere mich nicht mehr, was ich genau zu dir gesagt habe. Ich erinnere mich nur noch, dich nicht gedrückt zu haben, als ich dich zum Tennisplatz gebracht habe, um dich nicht in Verlegenheit vor den älteren Jungs zu bringen. Du bist aus dem Auto gestiegen und ich bin nach Hause gefahren. Wir haben uns zuvor zuhause ganz fest in den Arm genommen - zum Glück. Ich will dich heute nicht wieder vor meinem geistigen Auge fallen sehen - mein Unterbewusstsein hat vorgesorgt und mich durch mein hohes Arbeitspensum der letzten Tage so müde werden lassen, so dass ich mich nicht diesen Bildern und Gedanken und Gefühlen hingeben muss. Sogar zum Schreiben bin ich zu müde, Jesse. Ich hole es nach, versprochen. Es gibt so viel, was herausgeschrieben werden will: Deine Besucher der letzten Wochen, unser Frankreichurlaub (wieder ein Urlaub ohne dich, aber mit dir im Herzen), Johannas wunderbares Geschenk, diese seltsamen Überschneidungen deiner Daten mit mir am Herzen liegenden Menschen, die Angst, Luke auf Reisen gehen zu lassen und das bedrückende Gefühl beim Abschied, weil ich jedes Mal eine Scheiß-Angst habe, ihn ziehen zu lassen... weil er vielleicht nicht wiederkommen wird - so wie du... . Ich habe dich in meinem Traum gesehen - und dann ist da Lukes plötzliche Affinität zum Skateboarden ... es wird Zeit, zu schreiben. Aber heute bin ich zu müde. Andi hat mich heute Abend daran erinnert, was heute für ein Tag ist. Sie kam extra noch einmal zurück, um zu erzählen, dass sie HEUTE in Hennen mit einem kleinen Junge namens Jesse Kastanien gesammelt hat.... 
 

Montag, 11. Juni 2018

Zweimal lebenslänglich

Jesse, ich bin so stolz auf Luke und Ada. Trotz der herben Verluste schlagen sich die beiden hervorragend und versuchen, sich mit ihrem neuen Leben, ihren neuen Rollen anzufreunden. Luke ist nun der Älteste, Ada ist nun die Jüngste. Ich muss nicht erst die Fotos betrachten um zu wissen, welch' große Lücke du nicht nur in mein Leben gerissen hast, sondern welch' große Lücke du auch im Leben der beiden hinterlässt. Du hast deinen jüngeren Geschwistern Sicherheit gegeben, hast sie getröstet, hast sie herausgefordert, hast dich schützend zwischen Luke und die Zwillinge gestellt, hast ihr Herz durch innige Umarmungen und kleine versteckte liebevolle Knuffe wachsen lassen, hast deinem Bruder das Streiten und Argumentieren gelehrt (und ihn manchmal zur Weißglut gebracht), sie unterstützt und beschützt, hast sie, wenn du gnädig gestimmt warst, an deiner Welt, an deinen Aktivitäten teilhaben lassen und ihnen einen kleinen Einblick auf die Welt der noch bevorstehenden Möglichkeiten gegeben, hast sie inspiriert und angespornt, warst ihnen (nicht immer und in jeder Hinsicht, aber dennoch oft genug) ein Vorbild, warst Verbündeter und Vertrauter, Ratgeber und Kritiker. Du hast sie oftmals durch deine lustigen Ideen zum Lachen gebracht, sie veräppelt und mit ihnen gescherzt und Luke Ironie gelehrt. Du hast sie inspiriert und ihnen das Gefühl gegeben, wertvoll und einzigartig zu sein. Du hast Zuversicht vermittelt, warst für sie Vorkoster des Lebens und ein wichtiger Türöffner. Du warst so viel für sie... Wie soll ich diese Lücke jemals schließen??? Ich kann es einfach nicht... Niemand kann es. Du warst einfach du!






Und wie liebevoll du dich um Vianne gekümmert hast, wie oft du ihr ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hast oder ein befreiendes Lachen entlocken konntest....

Ein sehr tiefgründiges junges Mädchen, dessen kleiner Bruder letztes Jahr gestorben ist, hat folgende Zeilen kurz nach seinem Tod verfasst: "...Wenn dein Bruder stirbt bekommst du lebenslänglich, ohne jemals etwas verbrochen zu haben, ohne Aussicht auf Begnadigung, ohne Freigang, ohne Hafterleichterung. Lebenslänglich trauern, lebenslänglich unstillbare Sehnsucht, lebenslänglich ein Meer von Tränen, lebenslänglich quälende Fragen nach dem Warum, lebenslänglich unter Unverständnis der Mitmenschen leiden, der Zukunft beraubt. Irgendwann richtest du dich ein in deinem Gefängnis, manchmal fühlst du dich sogar wohl, kannst lachen, dich freuen. Du denkst, du hast dich befreit, doch dann ist da ein Lied, ein Duft, ein Wort, ein Mensch auf der Straße, der deinem Bruder sehr ähnlich sieht und es wird dir wieder klar: Du hast lebenslänglich, ohne jemals etwas verbrochen zu haben."
Luke und Ada haben lebenslänglich bekommen. Zweimal lebenslänglich. Ich glaube nicht, dass einige Menschen, die mit deinen beiden wunderbar starken, tapferen, tiefgründigen Geschwistern zu tun haben, diese Tragweite, dieses Ausmaß wirklich verstanden haben. Und es tut gut zu erleben, dass sich andere wiederum unglaublich feinfühlig in unsere spezielle Familiensituation hineinfühlen können. Einen solchen Menschen durfte ich bei Lukes letztem Elternsprechtag kennenlernen. Sie sprach ihren Respekt gegenüber Luke und unserer Familie aus, trotz der Tatsache, dass Luke bei ihr im Unterricht etwas schwächelt. Eine Lehrerin, die einfach einmal anerkennd zur Sprache gebracht hat, wie gut Luke seinen Weg, trotz gewisser schulischer Schwierigkeiten, bisher gegangen ist... was für ein freundlicher und fröhlich-zufrieden wirkender Mensch er trotz der schlimmen Geschehnisse geblieben sei. Ich war so dankbar für ihre Worte. Diese Lehrerin hatte dich damals ebenfalls in der 8. Klasse in demselben Fach unterrichtet und erzählte mir unter Tränen, wie sehr sie sich konzentrieren müsse, Luke nicht mit deinem Namen anzusprechen. Sie war dabei so menschlich-feinfühlig, ohne ihre eigene Betroffenheit  verbergen zu wollen und zu können, so ehrlich und unverfälscht, dass uns schließlich beiden Tränen des Schmerzes und der Ergriffenheit in die Augen traten. Und doch tat dieses Zusammentreffen gut. Es tat gut zu hören, dass da Lehrer sind, die Luke nicht nur isoliert betrachten, sondern als Ganzes, eingewoben in seine Vergangenheit. 
Doch nicht jeder scheint dazu in der Lage zu sein, denn andere Gespräche an diesem Tag waren eher nüchtern und eindimensional verlaufen und es wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr Schüler auf die reine Schulleistung reduziert betrachtet werden. Es geht mir nicht darum, die Tatsache zu entschuldigen oder beiseite zu wischen, dass die ein oder andere Schulnote nicht so prickelnd ist (andere sind es hingegen). Das muss angesprochen und besprochen werden. Aber es geht mir darum, dass auch der Kern des Menschen betrachtet und die Persönlichkeit des Kindes/ des Jugendlichen in solch einem Gespräch gewürdigt wird. Wie kann man Lukes und Adas unglaubliche Stärke, ihren ungebrochenen Mut, ihre Entschlossenheit, das Leben weiter anzunehmen, ihr wahnsinniges Durchhaltevermögen, die Fähigkeit, sich aus verzweifelten Situationen wieder emporzuarbeiten, diese nach wie vor vorhandene Liebe zum Leben und das Vertrauen in sich selbst (trotz manchmal aufkommender Zweifel) und in sein Umfeld, ihre Reife und Besonnenheit, ihr Begeisterungsfähigkeit, ihre Hilfsbereitschaft nicht sehen und anerkennen? Immer in dem Wissen, dass Ada und Luke zweimal lebenslänglich bekommen haben.... und sich trotz aller Widrigkeiten weiterhin mutig und liebevoll dem Leben entgegenlehnen.
Jesse, du wärest so stolz auf die beiden...Ich bin es!